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Lichtblick

In Flensburg gibt es einen „Verein Lichtblick“, der sich um gefährdete Jugendliche kümmert, ein Anbieter auf dem bunten Strommarkt trägt auch diesen schönen Namen. Von all dem wussten wir nichts, als wir – die Pflegefachkraft Rita Zons, der damalige Bürgervorsteher und heutige Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn und der Pastor Stefan Möbius – zum Ende des Jahres 2005 zur Gründung einer Gruppe aufriefen.

 

Die machte es sich zur Aufgabe, älteren Mitbürgern, die viel allein sind, mit manchen Handicaps fertig werden müssen und dem nicht gewachsen sind, zur Seite zu stehen, indem sie mit ihnen ein wenig ihrer Zeit, Kraft und Lebensfreude teilen. Etwa 25 Interessenten folgten dem Aufruf und gründeten die Gruppe, in der dann ca. 20 Helferinnen und Helfer mit viel Freude aktiv wurden. Bald wurde der Wunsch geäußert, die Gruppe möge sich doch einen Namen geben.

 

Der Vorschlag „Initiative Lichtblick Leck“ wurde spontan angenommen, drückt er doch viel von dem aus, was wir wollen: Eine freie Initiative sein, die etwas menschliche Helligkeit in schwierige Situationen bringt. Wir übernehmen keine gesellschaftliche Funktion, die zu irgend wessen Vorteil Löcher im sozialen Netz stopfen will.

 

Wir lernen viel, werden hellhöriger für Schicksale, Zusammenhänge und Verantwortlichkeiten und verstehen uns als Menschen, denen es so gut geht, dass sie gerne auch etwas geben wollen. Insofern haben wir ein wenig von dem nicht immer so leicht erkennbarem Gesetz des Annehmens und Gebens, des Schenkens und Beschenktwerdens verstanden.

 

Was wir ganz konkret machen? Wir besuchen „unsere“ Senioren regelmäßig. Rhythmus und Zeitumfang bestimmen wir selbst, wenn es uns `mal nicht passt, sagen wir ab. Wir machen das, was wir können und was den Senioren gut tut, das kann sehr unterschiedlich sein: Etwa Vorlesen – kleine Geschichten, Zeitung, ganze Bücher in Fortsetzung; Spazieren gehen oder Rollstuhl ausfahren – kurz und nah oder lange und weit; ein Spiel spielen; Zuhören, wirklich interessiert zuhören – eine riesige Aufgabe, immer wieder; Begleiten – zum Einkaufen, Arzt, Speisesaal, Gottesdienst, Unternehmung; einfach zehn Minuten ohne äußere Aktivität dasitzen und zeigen:

 

“Ich bin da“. Wenn ich Ihr Interesse geweckt habe zum Mitwirken oder Sie besucht werden wollen, dann melden Sie sich doch bitte bei Stefan Möbius, Tel. 770 92.